Denk- und Produktionsort

«into the fields» ist ein interdisziplinäres Residenzprogramm, das von Johanna Ackva konzipiert wurde und in Zusammenarbeit mit Anna Bartholdy und Judith Milz umgesetzt und betreut wird. Das Residenzprogramm «into the fields» wird gefördert von Culture Moves Europe, dem Mobilitätsprogramm, das vom Creative Europe Programm der Europäischen Union finanziert und vom Goethe Institut umgesetzt wird.

Stipendiatinnen des Residenzprogramms:

Belia Zanna Geetha Brückner (D)
Markéta Fagan (CZ)
Lenka Holikova (CZ)
Sophie Innmann (D)
Jitka Králová (CZ)
Katarzyna Łyszka Łyszkowska (PL)
Gabriela Piwar (PL)

Culture Moves Europe – into the fields

Der Denk- und Produktionsort Libken vergibt im Rahmen von into the fields Residenzstipendien an Künstler*innen aus Deutschland, Tschechien und Polen, die sich in ihrer Praxis mit ländlichen Räumen auseinandersetzen, bzw. selbst auf dem Land leben und arbeiten. Ansinnen des Residenzprogramms ist es, vor dem Hintergrund verschiedener Disziplinen, kultureller Kontexte und künstlerischer Praktiken miteinander in den Austausch zu kommen, die eigene Arbeit zu vertiefen und ihre spezifischen Bedingungen zu reflektieren.

Das zweimonatige Programm wird gerahmt von einem Auftaktwochenende und einem Abschlusswochenende, sowie über den Residenzzeitraum verteilten Gruppenarbeitstreffen, moderierten Inputs und Atelierbesuchen. Neben der Unterstützung der jeweiligen Vorhaben, ermutigt das Programm dazu, die internationale Gruppe als einen Resonanzraum für das eigene Schaffen zu begreifen und als performative Ressource zu verstehen. Auf diese Weise rücken das Einüben von Formen des Zusammenlebens, der Zusammenarbeit und des Teilens bzw. Teilhabens in den Fokus, die in Zeiten des politischen Rechtsrucks und der wirtschaftlichen Unsicherheit unverzichtbar sind.

Fotos: Alexander Gehring und Libken e.V.

into the fields – Residenzen 2025

Sophie Innmann

"Die residency in Libken lief unter dem Titel «into the fields». Dies nahm ich beim Wort und begab mich vor Ort auf ausgedehnte Streifzüge durch die eiszeitlich geprägte Landschaft. Immer dabei: Feldstecher, Kamera und Audio recorder

Belia Brückner

Im Verlauf ihrer Residenz vertiefte Brückner ihre Untersuchung zu Schnittstellen von Politik, einem gemeinsamen Mahl und Kultur. Parallel dazu erweiterte sie ihr fortlaufendes Projekt aus, bei dem sie mit politischen Inhaftierten weltweit in Briefwechsel steht, um "Rezepte der Freiheit" zu sammeln.

Markéta Fagan

Während meiner Zeit in Libken habe ich es sehr genossen, mit den Bienenvölkern auf dem Grundstück zu tanzen. Ich habe gerne morgens in der Bibliothek gelesen und nachmittags lange Spaziergänge in den verschiedenen Wäldern der Umgebung gemacht. Ich war sehr fasziniert von den vielen Jagdtürmen, die auf den Feldern verstreut stehen, und habe gemeinsam mit Jitka Králová, einer anderen Künstlerin, eine „Jagdpraxis“ entwickelt. Der wohl schönste Teil der zwei Monate war das Zusammenwachsen mit den sechs anderen Künstlerinnen - allesamt Frauen - beim gemeinsamen Kochen, Yoga, Filme ansehen, Schwimmen und anregenden nächtlichen Diskussionen.

Jitka Králová

Während der zwei Monate, die ich in Libken verbrachte, schätzte ich sehr die Nähe des Sees und die umliegende Natur, aber vor allem die Gesellschaft der anderen Künstlerinnen, mit denen ich diese Zeit teilen durfte. Ich widmete mich der Erkundung der umliegenden Felder und entdeckte bald, was mich am stärksten faszinierte: Gletschersenken und ein wirklich dichtes Netz von Jagdtürmen. Die feuchten Gruben mit Wildwuchs, die sich der wirtschaftlichen Nutzung entziehen und Schutzmöglichkeiten bieten, im Kontrast zu den Jagdständen, die für Kontrolle und Macht stehen, boten mir ein weites Spielfeld. In Zusammenarbeit mit einer anderen Künstlerin, Markéta Fagan, entwickelten wir unsere eigene „Jagdpraxis“ und erkundeten weitere Schichten dieses Themas in einer Reihe von Aktionen und Interventionen.

Katarzyna Łyszkowska aka Łyszka

My artistic practice stems from an acceptance of transience. I harness my hyperactivity and calm my inner extremes, creating balanced, participatory art that influences the quality of my personal and social life. My reflections are based on observations that I analyze in a broader, global context, trying to universalize them as a platform for shared experiences. I create a kind of participatory art_chronicles that are a testimony to the era, but also give me the opportunity to get to know myself better. I care about activities that make a meaningful contribution to improving the quality of life, even if they are carried out on a micro scale around me.

Gabriela Piwar

Archive of Color is an ongoing artistic research project in which I document colors derived from local plants. I collect both wild and cultivated species, extract pigments from them, and create samples on recycled textiles. Rather than following botanical classifications, I focus on an intuitive experience of each plant - its color, scent, and connection to place. The project began in Libken during my residency and will continue to evolve in new locations. The outcome will be a series of site-specific publications that may also serve as tools for other creators. The booklet, featuring samples from the surroundings of Libken, exists in only two copies - one remains in the Libken library, and the other I brought with me to Poland.

Lenka Holíková

Culinary Crossroads ist ein fortlaufendes Projekt von Lenka Holíková und Eryca Willinger. Es bringt Menschen, die aus verschiedenen Teilen der Welt nach Templin gekommen sind, für eine Reihe kulinarischer Begegnungen zusammen. Diese Treffen finden in einer von der Stephanus Stiftung zur Verfügung gestellten Gemeinschaftsküche statt und dienen als Orte der Gastfreundschaft, des Austauschs und des gemeinsamen Schaffens.

Judith Milz

Judith war 2025 Co-Organisatorin und Mentorin von «into the fields».

Johanna Ackva

Johanna hat das Programm «into the fields» konzipiert und gemeinsam mit Anna Bartholdy und Judith Milz organisatorisch und inhaltlich begleitet.

Anna Bartholdy

Anna war 2025 Co-Organisatorin und Mentorin von «into the fields».