Universale – Neue Felder – Neue Dörfe
2018 – Praxis und Ästhetik einer post-sozialistischen Landschaft
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2018 – Praxis und Ästhetik einer post-sozialistischen Landschaft
2022 – „Postsozialistische Gruppenimprovisation“
2025 – Von Resonanz zu Transformation – die Kunst der Verbindung erforschen.
2024 – Rechercheprojekt WIR FAL_LEN
„Die residency in Libken lief unter dem Titel «into the fields». Dies nahm ich beim Wort und begab mich vor Ort auf ausgedehnte Streifzüge durch die eiszeitlich geprägte Landschaft. Immer dabei: Feldstecher, Kamera und Audio recorder
Im Verlauf ihrer Residenz vertiefte Brückner ihre Untersuchung zu Schnittstellen von Politik, einem gemeinsamen Mahl und Kultur. Parallel dazu erweiterte sie ihr fortlaufendes Projekt aus, bei dem sie mit politischen Inhaftierten weltweit in Briefwechsel steht, um „Rezepte der Freiheit“ zu sammeln.
Während meiner Zeit in Libken habe ich es sehr genossen, mit den Bienenvölkern auf dem Grundstück zu tanzen. Ich habe gerne morgens in der Bibliothek gelesen und nachmittags lange Spaziergänge in den verschiedenen Wäldern der Umgebung gemacht. Ich war sehr fasziniert von den vielen Jagdtürmen, die auf den Feldern verstreut stehen, und habe gemeinsam mit Jitka Králová, einer anderen Künstlerin, eine „Jagdpraxis“ entwickelt. Der wohl schönste Teil der zwei Monate war das Zusammenwachsen mit den sechs anderen Künstlerinnen – allesamt Frauen – beim gemeinsamen Kochen, Yoga, Filme ansehen, Schwimmen und anregenden nächtlichen Diskussionen.
Während der zwei Monate, die ich in Libken verbrachte, schätzte ich sehr die Nähe des Sees und die umliegende Natur, aber vor allem die Gesellschaft der anderen Künstlerinnen, mit denen ich diese Zeit teilen durfte. Ich widmete mich der Erkundung der umliegenden Felder und entdeckte bald, was mich am stärksten faszinierte: Gletschersenken und ein wirklich dichtes Netz von Jagdtürmen. Die feuchten Gruben mit Wildwuchs, die sich der wirtschaftlichen Nutzung entziehen und Schutzmöglichkeiten bieten, im Kontrast zu den Jagdständen, die für Kontrolle und Macht stehen, boten mir ein weites Spielfeld. In Zusammenarbeit mit einer anderen Künstlerin, Markéta Fagan, entwickelten wir unsere eigene „Jagdpraxis“ und erkundeten weitere Schichten dieses Themas in einer Reihe von Aktionen und Interventionen.
My artistic practice stems from an acceptance of transience. I harness my hyperactivity and calm my inner extremes, creating balanced, participatory art that influences the quality of my personal and social life. My reflections are based on observations that I analyze in a broader, global context, trying to universalize them as a platform for shared experiences. I create a kind of participatory art_chronicles that are a testimony to the era, but also give me the opportunity to get to know myself better. I care about activities that make a meaningful contribution to improving the quality of life, even if they are carried out on a micro scale around me.
Archive of Color is an ongoing artistic research project in which I document colors derived from local plants. I collect both wild and cultivated species, extract pigments from them, and create samples on recycled textiles. Rather than following botanical classifications, I focus on an intuitive experience of each plant – its color, scent, and connection to place. The project began in Libken during my residency and will continue to evolve in new locations. The outcome will be a series of site-specific publications that may also serve as tools for other creators. The booklet, featuring samples from the surroundings of Libken, exists in only two copies – one remains in the Libken library, and the other I brought with me to Poland.
